Europäische Vereinigung der Binnenschiffer – E.V.d.B.
Wieder aktiv – die hörbare Stimme der Menschen in der Binnenschifffahrt
Jahrelang gab es keine aktive Stimme für die Menschen in der Binnenschifffahrt.
Mit der Europäischen Vereinigung der Binnenschiffer – E.V.d.B. schließen wir diese Lücke.

Die E.V.d.B. setzt sich mit rechtsstaatlichen Mitteln für die Menschen in der Binnenschifffahrt ein.
Von der Hilfe bei bürokratischen Angelegenheiten bis hin zum gemeinsamen sicht- und hörbaren Protest haben wir einen großen Werkzeugkasten, um Menschen konkret im Einzelfall zu helfen und auch gegen Mißstände zu protestieren und Verbesserungen für die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Binnenschiffer einzufordern.
Wir sind ausdrücklich kein Branchenverband, sondern eine Interessenvertretung für die Menschen, eine Solidargemeinschaft im Sinne der seit Jahrhunderten gepflegten Gemeinschaft der Binnenschiffer.
Die E.V.d.B. wird geleitet aus einem Team, bestehend aus dem Vorstand von Binnenschifferforum hilft e.V. , angeführt von Jürgen Collée und Michael Jeske, sowie dem Abteilungsleiter Christian Niemann, die sich alle seit Jahrzehnten für die Belange der Binnenschiffer einsetzen.
Wir laden ausdrücklich alle Binnenschifferinnen und Binnenschiffer sowie alle Interessierten ein, sich zu engagieren und die Arbeit des Vereins zu unterstützen.
Empfänger: Binnenschifferforum hilft e.V.
Stichwort: E.V.d.B.
IBAN: DE02 7906 9150 0006 0029 78
SWIFT/BIC-Code: GENODEF1GEM
Nachfolgend informieren wir über unsere neuesten Aktivitäten, durchgeführte Aktionen, erzielte Erfolge und Neuigkeiten aus dem Leitungsteam unserer Vereinigung.
Neueste Beiträge:
- DAS WORT ZUM SONNTAGvon Michael
von Christian Niemann – 23.08.2026
Endlich, der Regen bringt Segen!Im Augenblick sorgen die Niederschläge und steigenden Pegel für etwas Entspannung – auch wenn diese aller Voraussicht erstmal nur vorübergehend ist.
Nicht für Entspannung sorgen für mich, die ersten Interviews unseres neuen Verkehrsministers.
Da ist wie immer, viel von der Bahn die Rede, wenn auch vornehmlich in Bezug auf den Personenverkehr.
Jedoch kommt das Thema Niedrigwasser zwar vor, doch irgendwie auch nur als Nebensache.Kanalisieren möchte er unsere Flüsse nicht, wie ich es heraushöre, sondern da ist eher von Vertiefung mittels Meander-Lösungen die Rede.
Das stimmt mich alles in allem etwas pessimistisch, in Bezug auf die zu erwartenden Niedrigwasser und ihrer Auswirkungen auf die Industrie und die Zukunft unserer Binnenschifffahrt.
Allerdings kann das auch eine Folge von zu leiser oder zu unmutiger Forderungen unserer Verbände sein, die sich nicht wirklich trauen könnten, auszusprechen was die Grünen nicht hören wollen.
Da sieht man sich als Lobby, die nach niedrigwasseroptimierten Schiffen ruft, wahrscheinlich besser wahrgenommen.Auch liebe den Rhein eigentlich so wie er ist.
Dennoch halte ich das mit Blick in die Zukunft, für den falschen Weg.
Meiner Meinung nach, werden wir die Probleme mit dem Klimawandel nicht ohne Staustufen lösen können.Apropos Infrastruktur:
Da überall das Hafengeld seine Renaissance erlebt, möchte ich mal auf die Beschwerden vieler Kollegen eingehen.
Ich kann diesbezüglich sämtliche Kritik verstehen und teilen.
Jedoch möchte ich dazu aufrufen, die Emails mit den Rechnungen auch mal zu beantworten, oder die Angestellten darauf sensibilisieren, dass ihr an Duisport, RheinCargo, etc. Beschwerden schreibt und die Probleme benennt.Bitte beruft euch auf die Vorschriften, die in der LANDESHAFENVERORDNUNG stehen – diese gelten nämlich auch für die Hafenbetreiber und stehen über der eigenen Hafenordnung!
Hier besonders in Bezug auf die Untiefen. Die meisten Häfen haben nämlich den Schutzhafen- und/oder Nothafenstatus und müssen zwingend gewisse Standards erfüllen.
Wir müssen nur mal in der Summe mehr darauf aufmerksam machen.
In diesem Sinne, allen einen schönen Sonntag und eine gute Fahrt!
Gemeinsam nachdenken – EVdB!!!
Euer Christian

- DAS WORT ZUM SONNTAGvon Michael
von Christian Niemann – 16.08.2026
Moin liebe Kolleginnen und Kollegen!
Wenn man so die Nachrichten sieht, merkt man leider wieder, wie vernachlässigt die Schifffahrt wird.
Gestern war noch Niedrigwasser und heute ist Waldbrand – das Drama über die Auswirkungen der anhaltend sinkenden Wasserstände spitzt sich weiter zu.
Keine Berichte über unsere völlig marode Infrastruktur!
Die Auswirkungen wären jedoch wohl jedem klar, wenn man ein paar Kollegen z.B. im DEK interviewen würde.Wer dann endlich Bevergern passiert hat und Richtung Ruhrgebiet muss, müsste sich doch am Rande des Nervenzusammenbruchs bewegen, wenn in Fuestrup die Ampel rot ist und danach die Armada auf die Schleuse Münster stürmt.
Was den Rhein betrifft, so wird eigentlich nur noch darüber gesprochen, wieviele ausrangierte Waggons von der Bahn reaktiviert werden können.
Was kommt nach dem Niedrigwasser???
Ich wette man geht wieder zur Tagesordnung über.
Die Schifffahrt läuft wieder normal und dieses Ereignis hinterlässt nur die Forderung nach mehr Investitionen in die Bahn.
Zeitgleich werden die Großen Player die Gunst der Stunde für sich nutzen und um Fördermittel für grüne Niedrigwasserschiffe betteln.Der längst überfällige Ausbau der Wasserstraßen bleibt vermutlich weiterhin das Stiefkind der Politik.
Dabei macht der Klimawandel Staustufen in unseren Flüssen und Strömen alternativlos!
Nicht nur für die Schifffahrt und die Wirtschaft. Nein, auch die Natur und der Grundwasserspiegel leidet unter solchen Ereignissen – und somit auch die Wasserversorgung der Menschen an Land.
Den Klimawandel werden wir nicht aufhalten!
Das einzige was wir jedoch könnten, wäre sich mit baulichen Maßnahmen den Problemen zu stellen.Die Lösung sind nicht die propagandierten Niedrigwasserschiffe oder ein besseres Schienennetz.
Das wird jedoch NICHT medial rübergebracht – da nehme ich nur das Gejammer über enge Fahrrinnen und Passagen, sowie die damit
einhergehenden geringeren Ladekapazitäten wahr.Warum sprechen wir die unbequeme Wahrheit nicht aus???
Pragmatisch meckern – EVdB!

Euch allen einen „guten Rutsch“!
Euer Christian
- DAS WORT ZUM SONNTAGvon Michael
von Christian Niemann – 02.08.2026
Moin liebe Kolleginnen und Kollegen!Niedrigwasser und hohe Preise, doch nun langsam wirbelt man zuviel Staub auf und die ersten Gerüchte von überfahrenen Fußgängern im Rhein machen die Runde und Habecks Buchtitel „DEN BACH RAUF“ ist auf dem Rhein inzwischen Fakt!
So ist das neue Motto eher: „Regen bringt Segen“!
Aber was zeigt sich wieder einmal? Die essentielle Wichtigkeit unseres Verkehrsträgers Binnenschiff!
Es zeigt auf, wie abhängig die Industrie von der Schifffahrt ist.
Ich hoffe, dass unser neuer Verkehrsminister das zur Kenntnis nimmt!
Denn auch ein Geldregen wäre für unsere Infrastruktur ebenso notwendig, wie prall gefüllte Gewitterwolken.Alternative Routen ins norddeutsche Kanalsystem sind inzwischen ebenfalls über ihr Limit – da das alles kein Phänomen der Neuzeit ist, ist es umso schlechter nachzuvollziehen, dass neue Bauwerke wissentlich kleiner als die alten ausgelegt werden. Hauptsache das 135m-Schiff passt in solch eine Schleuse.
Die neuen Schleusen sind zu Dem Ersatzbauwerke – soll heißen, die alten bleiben nicht erhalten und werden stillgelegt.Eine katastrophale Vorgehensweise unserer Regierung und ihrer Behörden!
In Anbetracht der Tatsache, dass sich die Niedrigwasserereignisse wahrscheinlich mehren, würde ich gern mal mit den Umweltverbänden reden, wie man hinsichtlich der Temperatur, Sauerstoffgehalt und der Tierwelt, JETZT über Fahrerinnenvertiefungen, Staustufen und Energie durch Wasserkraftwerke denkt?!
Die Tatsachen lassen sich ja nun nicht mit ein paar E-Autos und Windkraftwerken allein ändern – und wenn es die Menschheit überhaupt beeinflussen kann, so werden wir in Europa den Klimawandel nicht aufhalten!
Man muss also handeln – aber eben pragmatisch und NICHT ideologisch!!!
An dieser Stelle ist die Binnenschifffahrt eben doch ein wichtiger Baustein.
Ach würde das doch nur besser zur Kenntnis genommen und gewürdigt.
Aber wir sind zu klein, um wahrgenommen zu werden.Zuwenig Einigkeit im Gewerbe und Konkurrenzdenken der Verbände und Organisationen, verstärken die schlechte Ausgangslage.
Es wäre nun der richtige Zeitpunkt, um mal lauter zu werden und klare Forderungen zu stellen.
…..sonst geht es wirklich den „Bach rauf“!
Energisch fordern – EVdB!!!
Euch allen eine gute Fahrt und einen schönen sonnigen Sonntag.
Euer Christian

- Antrag auf Einrichtung eines 24 Stunden Betriebes der Schleuse und Leitzentrale Herbrumvon Michael

20260728 – Schreiben GDWS Schleuse Herbrum – GDWS Zentrale-1 - DAS WORT ZUM SONNTAGvon Michael
Von Christian Niemann – 26.07.2026
Moin liebe Kolleginnen und Kollegen!
Heute mal ein paar Gedanken in eigener Sache – zum Füllen des Sommerlochs.
Vermehrt erreichen mich Screenshots oder Aussagen bezüglich der EVdB mit der Begründung, weshalb man nun nicht eintreten will – meistens stößt man sich da an meiner Person.
Gleichzeitig registriere ich viel Verdruss in puncto Infrastruktur, Liegestellen, Hafengelder, wirtschaftliches Ungleichgewicht und vieles mehr…..Der Niemann hat dies, der Niemann hat das nicht, der Niemann geht gar nicht, der Niemann hier, der Niemann da….
Leute, die EVdB ist nicht der Niemann!
Wir sind ein Team aus einem Vorstand bestehend, rund um das Binnenschifferforum-Hilft und vielen Binnenschiffern und Partikulieren, die sich ALLE in der Sache einbringen, mitgestalten und sich untereinander beraten und argumentieren – und das funktioniert im zweiten Anlauf sehr gut!Warum? Weil sich hier keiner profilieren will und auf irgendwelche Posten aus ist (dieses Mal) oder an ihren Positionen hängen.
Ist es nicht irgendwie seltsam ruhig in und um die EVdB???
Ich wage mal die steile These, dass es vielleicht daran liegt, dass wir heute intern besser Aufgestellt sind – vielleicht hat es damals ja einfach doch nicht an Niemann oder Colleé gelegen.Faktisch hatten damals auch andere Protagonisten den Verein übernommen – und am Ende nichts vorzuweisen und letztlich die Bude zu gemacht.
Eigentlich war mein Gedanke dieses mal WIEDER der, dass ich mit einer tollen Idee komme und andere diese in die Tat umsetzen – das hat auch wieder so gut geklappt, dass ich wieder für 3 Jahre vorn stehen darf.
Das nun einige „Fans“ wieder um die Ecke kommen und ihre Meinung an einzelnen Personen Festmachen, war zu erwarten und das halten wir auch aus.
Mir persönlich sind unsere Interessen wichtiger, als die Kritik an meiner Person – und zum Glück erkennen das auch immer mehr Kollegen und schließen sich an.Was macht uns eigentlich aus und unterscheidet uns von anderen Verbänden?
Allein die Tatsache, dass unsere Mitglieder nicht nur Partikuliere oder große Player der Branche sind, schafft Vielfalt bezüglich Meinungen, Argumenten und Themen und belebt den Austausch untereinander und auch die Art und Weise, wie wir die Dinge angehen.Wer mehr drauf hat, darf gern eintreten, mitmachen und uns/mich ablösen, wenn die Mehrheit diese Meinung in der Versammlung teilt – so funktioniert nämlich ein Verein / eine Vereinigung.
Ich möchte daher jeden einladen uns beizutreten und aktiv oder passiv mitzumachen und zu unterstützen.
Den Zweiflern und denjenigen, die „erstmal abwarten“, welche Themen wir aufnehmen, wie wir sie anpacken und/oder was wir erreichen, möchte ich an dieser Stelle zu bedenken geben, dass mehr Mitglieder auch mehr erreichen können und sich mehr Themen annehmen können.
Es hilft nicht zu jammern und sich zu beklagen und gleichzeitig zu erwarten, dass sich die Sorgen von allein auflösen oder sich einfach andere von selbst drum kümmern – bringt euch mit ein, tretet ein!
Die EVdB wird nicht das Allheilmittel sein, aber sie ist eine Chance in sehr vielen Bereichen!

„Wir warten mal ab und beobachten genau, was die so machen und entscheiden dann“ ist nicht die richtige Option, wenn man meint, das sich was verändern muss – genau deshalb gibt es uns ja auch wieder, weil sich zu viele eben nicht ausreichend vertreten fühlen und allein die Welt nicht ändern können.
Und deshalb EVdB!!!
GEMEINSAM STARK!!!
Allen eine gute Fahrt und einen schönen Sonntag.
Euer Christian
- DAS WORT ZUM SONNTAGvon Michael
von Christian Niemann – 19.07.2026
Moin liebe Kolleginnen und Kollegen!
Heute ist WM-Finale.
Leider mal wieder ohne Holland und Deutschland.
Vor 20 Jahren hatten wir in Deutschland unsere Heim-WM, unter dem Motto „Zeit das sich was dreht“ ging es damals euphorisch ins Turnier – wer konnte damals ahnen, dass sich tatsächlich soviel dreht.
Leider meistens zum Schlechteren.
Wenn man die Verteilung des deutschen „Sondervermögens“ für Verkehr und Infrastruktur betrachtet, kann einen Binnenschiffer nur angst und bange werden – 0,00 € für die Binnenschifffahrt!!!
Das Niedrigwasser wird dabei natürlich wiedereinmal für die Klimapropaganda genutzt, anstatt mal klar aufzuzeigen wie wichtig und förderwürdig unser Verkehrsträger ist.
Ja, andere Verbände haben dieses Thema ebenfalls für sich entdeckt. Es ja auch leider nicht neu und ich habe da auch nicht sehr viel Hoffnung, dass wir an den Tatsachen etwas ändern.
Da bedarf es außer Jammer-Videos und böser Briefe weitaus mehr.
Die Tragik in dieser Geschichte ist die Uneinigkeit der Schiffer Europas – eigentlich sind nur wenige nötig, um unseren Interessen ausreichend Druck zu verleihen.
Die nötigen Argumente liegen längst auf dem Tisch und im Kleinen dreht sich manchmal doch tatsächlich was – das macht mir Hoffnung, mit der EVdB vielleicht doch noch mal so groß zu werden, um an die größeren Tische zu kommen und was zum Guten zu verändern.
Die kleinen Dinge haben leider eben nicht die breite Aufmerksamkeit.
Jedoch haben wir es geschafft, hinter den Kulissen etwas anzustoßen.
Das Thema „Leitern und Begehung der Laderäume“ nimmt seine Dynamik auf – man muss nur genug mitziehen!
Spätestens die Tatsache, dass das Landseitige Personal auf einem Schiff, welches nicht in der deutschen Berufsgenossenschaft unterliegt, NICHT VERSUCHERT ist, ist das unschlagbare Argument, dass plötzlich eigene Leitern nicht nur vorhanden sind, sondern auch tatsächlich benutzt werden.
Unsere Argumente machen inzwischen hinter den Kulissen bei den Verladern die Runde – es funktioniert!!!
Es geht Doch – so meine Erfahrung.
Damit das weiter gängige Praxis wird, erfordert es natürlich auch das Mitwirken vieler Kollegen – daher mein Apell an euch alle: Stellt eure Leitern nicht mehr zur Verfügung oder besteht auf einen SCHRIFTLICHEN Haftungsausschluss.
Dann dreht sich nämlich mal doch was – und auch die kleinen Erfolge verschaffen Aufmerksamkeit.
Eigentlich Argument genug, um sich uns anzuschließen – jeder ist uns willkommen um als Mitglied mitzuwirken!
Wir bleiben dran – EVdB!!!
Allen eine gute Fahrt und einen schönen Sonntag!
Euer Christian

- DAS WORT ZUM SONNTAGvon Michael
12.07.2026 von Joana Pentenrieder
Servus, liebe Kolleginnen und Kollegen,
ich möchte heute mal wieder ein Thema ansprechen, das uns alle betrifft: die Situation der Liegeplätze auf unseren Wasserstraßen.
In den vergangenen Jahren sind am Rhein zahlreiche Liegestellen weggefallen oder wurden reduziert – unter anderem in Koblenz-Ehrenbreitstein, Lahnstein, Schierstein, Oberwinter, Wiesbaden, Mainz, Nierstein, Ludwigshafen, Mannheim, Speyer und Breisach.
Gleichzeitig erfüllen viele der verbliebenen Liegeplätze nicht mehr die Anforderungen der heutigen Schifffahrt. Fehlende Wassertiefen, Versandungen, unzureichende Festmacheeinrichtungen oder eine nicht ausreichende Auslegung für moderne Schiffsgrößen machen den Alltag immer schwieriger.
Neue Liegeplätze zu schaffen ist ein langwieriger Prozess. Planungen ziehen sich über Jahre hin – durch Genehmigungsverfahren, Einwendungen von Anwohnern, Naturschutz oder Fischerei. Wenn dann endlich gebaut werden könnte, entsprechen die Lösungen manchmal schon nicht mehr den tatsächlichen Anforderungen.
Auch im Kanalsystem zeigt sich die gleiche Entwicklung: Jahrelange Einsparungen und reine „Noterhaltung“ führen dazu, dass unsere Wasserstraßen zunehmend an ihre Grenzen kommen.
Dabei gilt weiterhin: Alle wollen die Fracht. Aber die Infrastruktur dafür wird immer schwächer.
Wir müssen deshalb stärker zusammenstehen und unsere Anliegen sichtbar machen. Es geht nicht nur um Proteste, sondern darum, gemeinsam Lösungen voranzubringen:
- Probleme dokumentieren
- Mängel melden
- Kontakte nutzen
- Gespräche führen
- die richtigen Stellen erreichen
Jeder von uns bringt Erfahrungen, Wissen und Fähigkeiten mit, die gebraucht werden. Nur wenn wir viele sind und gemeinsam auftreten, werden wir gehört.
Unsere Wasserstraßen sind keine Selbstverständlichkeit. Sie sind Teil unserer Wirtschaft, unserer Versorgung und unserer Zukunft.
Gemeinsam stark – E.V.d.B.
- DAS WORT ZUM SONNTAGvon Michael
Von Christian Niemann – 28.06.2026
Moin liebe Kolleginnen und Kollegen, nach großen Feier ist vor der bitteren Wahrheit!
Letztes Wochenende feierte man bekanntlich 50 Jahre ESK in Scharnebeck.
Für die Landbevölkerung ein Anlass, bei Bratwurst und Bier Einblicke in die Arbeit der WSV zu bekommen.
Unter dem Motto „Wir suchen dich!“, fuhr man stolz seine schwimmenden „Millionengräber“ dort vor und sie machten gegenüber dem Laien auch Eindruck – der weiß nämlich nicht, dass die Dinger seit in Dienststellung durchgehend für Störungen und Ausfälle bekannt sind, unzureichend ausgerüstet sind und die alten Fahrzeuge größtenteils leistungsfähiger und zweckmäßiger waren.An verschiedenen Info-Ständen fand eine beeindruckende Rekrutierung statt – ich konnte jedoch nicht so sehr den Eindruck gewinnen, dass man mal explizit nach dem gesucht hätte, was uns fehlt.
Sicherlich zeigt man auf einer solchen Veranstaltung nicht unbedingt das auf, was man nicht kann, sondern wirbt natürlich für sein Unternehmen.
Jedoch darf man gegenüber der Presse trotzdem mal darauf aufmerksam machen, dass es an vielen Dingen fehlt und die Unterhaltung unserer Wasserstraßen mehr als mangelhaft ist.
Kein einziger Hinweis in dieser Richtung seitens der Protagonisten!Kein Wunder, dass wir Fahrensleute dort nicht so sehr erwünscht waren, beim gegenseitigen Schulterklopfen.
Aufgrund dieser Tatsache konnte unser Titel „Fest des Zynismus“ nicht zutreffender sein – es war die erwartete Selbsbeweihräucherung fernab jeglicher Realitäten.
Ich habe da starke Zweifel, dass man hinter den Kulissen wenigstens mal aufzeigt, was man so alles NICHT mehr kann und an welchen Mitteln es der WSV tatsächlich fehlt – und genau DAS erzeugt in mir auch weiterhin großes Unwohlsein!
Zum Schluss habe ich noch eine traurige Nachricht:
Ich wurde darüber informiert, dass Oskar Werdin in der Nacht von Freitag auf Samstag verstorben ist.
Er hat am Mittellandkanalkilometer 73 das Gasthaus, Lebensmittel- und Schiffsmaterialgeschäft „Zum frohen Ankerplatz“ mit seiner Familie betrieben.
Oskar73 war ein Organisationsgenie und lieferte von der Funkantenne über die Kiste Bier, bishin zum Leopard-Panzer alles – gut den Panzer musste er bestellen.War man in Not, Oskar besorgte, lieferte und baute ein – egal wann, egal wohin!
Ich erinnere mich gern an so viele fröhliche Runden an seinem Tresen, bei Bier, Dart, Billard und Würfelspiel und deftig gutem Essen, welches er mit „unserer“ Hilde und sewinen Kindern stets fröhlich und freundlich, oft bis spät in die Nacht servierte.
Ich bin quasi in dem Laden aufgewachsen und wenn er fit war, kam er noch in seinem hohen Alter an den Tisch und trank sein Schnäppschen mit mir – er wird vielen von uns fehlen.
Er bleibt uns unvergessen!!!
Ich wünsche Hilde, Axel, Claudia und Sina viel Kraft.
Onkel Oskar, ruhe in Frieden, auf deinem „letzten Ankerplatz“.
Seine Sprüche waren meist tiefsinnig und brachten einen selbst in größter Sorge, zum Lachen und Schmunzeln – so bleibt er mir in Erinnerung.
So beende ich dieses Wort zum Sonntag mit einem großartigen philosophischen Zitat:
„Aus einem verzargten Arsch, kommt nie ein fröhlicher Furz!“ (Oskar Werdin)Gute Reise Oskar.
Allen eine Gute Fahrt!
Euer Christian
- Jubiläum des Zynismus:von Michael
Wenn die Akteure bei der eigenen Party stören.
Scharnebeck, 20. Juni 2026 – Wer am Samstag am Schiffshebewerk Scharnebeck vorbeikommt, wird glückliche Gesichter, wehende Fahnen und ein buntes Rahmenprogramm sehen. Der Bund feiert das 50-jährige Bestehen des Elbe-Seitenkanals. Es gibt Bratwurst, Musik und Sonderfahrten mit dem Fahrgastschiff. Ein tolles Fest für die Region.
Eines sieht man allerdings nicht: Binnenschiffe.
In den Einladungen wirbt man zwar „Erleben Sie Wasserfahrzeuge hautnah und nutzen Sie die Möglichkeit zu Fahrten durch das Schiffshebewerk“, die Realität ist aber eine Andere. Denn für das arbeitende Gewerbe der Binnenschifffahrt gilt am Tag des Jubiläums „wir müssen leider draußen bleiben“. Die logistische Realität wird für die Dauer der Feierlichkeiten einfach ausgeknipst.
Die Kulisse muss sauber bleiben
Damit die Besucherströme ungestört das „maritime Flair“ genießen können, wurde die kommerzielle Binnenschifffahrt rigoros verbannt. Die Schiffe dürfen sich der Anlage nicht einmal nähern. Sie wurden angewiesen, mit ihren Schiffen in Kilometern Entfernung außerhalb des Sicht- und Hörbereichs festzumachen.
Offizielle Begründung: Sicherheit und reibungsloser Ablauf des Festes.
Die schifffahrtspolitische Wahrheit: Wer kilometerweit weg liegt, kann den Festrednern aus der Politik nicht mit dem Typhon dazwischenfunken. Man will die unbequemen Kritiker, die täglich unter dem desolaten Zustand der Infrastruktur leiden, schlicht nicht im Bild haben.
Die Ironie dieser Veranstaltung ist kaum zu überbieten. Gefeiert wird eine Schlüsselpassage der europäischen Schifffahrt, die seit fast 20 Jahren das größte Nadelöhr im Norden darstellt. Seit weit über zehn Jahren wartet das Gewerbe vergeblich darauf, dass die Anlage endlich wieder dauerhaft im Zweitrogbetrieb läuft. Stattdessen hangelt sich die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes von einer Trogreparatur zur nächsten. Der Eintrogbetrieb ist zum Dauerzustand geworden. Häufig stören Sperrungen wegen technischer Ausfälle zusätzlich den Ablauf.
Dabei kostet jede Sperrung die Partikuliere bares Geld und treibt die verunsicherten Verlader in die Arme der Konkurrenz. Dass der Bund nun ausgerechnet für eine Image-Party eine geplante Vollsperrung anordnet und dem Gewerbe einen weiteren unentschädigten Stillstandstag aufzwingt, ist ein Schlag ins Gesicht für jeden selbstständigen Schiffer.
„Wir Partikuliere finanzieren dieses System mit unseren Steuern und Abgaben, wir ertragen die jahrelange Misswirtschaft – und zum Dank sperrt man uns bei unserem eigenen Jubiläum aus, damit wir den feinen Damen und Herren aus den Ministerien nicht die Suppe versalzen.
(Kommentar eines Binnenschiffers)
Brot und Spiele statt Spundwände und Schleusen
Während in Scharnebeck die Sektkorken knallen, verrotten nur wenige Kilometer weiter auf dem Mittellandkanal und dem Dortmund-Ems-Kanal die Spundwände,.ängst nicht mehr zeitgemäße Brückenhöhen Schaden der Wirtschaftlichkeit des Verkehrsträgers Wasserstraßen.
Während die Politik sich für 50 Jahre Vergangenheit feiert, blockieren kaputte Nischenpoller in Geesthacht den Arbeitsschutz und in Oldenburg rottet eine Brücke aus Nachkriegszeiten vor sich hin und gefährdet die Sicherheit der Besatzungen.
Dieses Jubiläum zeigt den ganzen Offenbarungseid der deutschen Verkehrspolitik: für PR, Hochglanzbroschüren, für Brot und Spiele ist jederzeit Geld und Zeit vorhanden. Für die betriebssichere Erhaltung und den zügigen Weiterbau zweiter Schleusenkammern fehlt angeblich jede Ressource.
Die Europäische Vereinigung der Binnenschiffer (E.V.d.B.) gratuliert dem Schiffshebewerk Scharnebeck herzlich zum 50. Geburtstag. Dem Eigentümer der Anlage – dem Bund – gratulieren wir zu dem Talent, die eigenen Leistungsträger so erfolgreich unsichtbar zu machen. Morgen wird gefeiert. Ab übermorgen stehen wir wieder im Stau vor dem einzigen funktionierenden Trog.
- Teilhabeanspruch durchgesetztvon Michael
Erfolgreicher Einsatz für Teilhabe: Behindertengerechtes Fahrzeug nach langem Verfahren bewilligt
Nach einem komplexen und über mehrere Monate dauernden Verfahren konnte heute ein bedeutender Erfolg im Bereich der sozialen Teilhabe erzielt werden. Ein von uns betreuter Betroffener, der aufgrund seiner körperlichen Einschränkungen zwingend auf ein speziell angepasstes Fahrzeug angewiesen ist, erhält nun endlich die notwendige Unterstützung zur Sicherung seiner Mobilität und seiner beruflichen, gesellschaftlichen sowie familiären Teilhabe.
Der Fall führte über ein langwieriges Antragsverfahren bis hin zum Sozialgericht. Dort konnte im Eilverfahren erreicht werden, dass die zuständigen Leistungsträger verpflichtet wurden, den Antrag unverzüglich zu prüfen und bis zur endgültigen Entscheidung ein behindertengerechtes Mietfahrzeug zu finanzieren. Dadurch blieb die Arbeitsfähigkeit des Betroffenen gesichert und seine gesellschaftliche Teilhabe weiterhin möglich.
Heute – rund fünf Monate nach Einleitung des Verfahrens – erfolgte die endgültige Bewilligung des mit dem Mitglied gemeinsam ausgewählten Fahrzeugs, einschließlich der notwendigen behindertengerechten Umbauten und Anpassungen an seinen individuellen Bedarf. Damit steht dem Betroffenen nun eine dauerhafte, verlässliche Lösung zur Verfügung, die ihm ein selbstbestimmtes Leben, die Ausübung seiner beruflichen Tätigkeit und die Wahrnehmung seiner familiären Aufgaben ermöglicht.
Dieser Erfolg zeigt eindrucksvoll, wie wichtig konsequente rechtliche Vertretung, fachkundige Unterstützung und ein entschlossenes Eintreten für die Rechte von Menschen mit Behinderungen sind. Er unterstreicht zugleich die Bedeutung einer funktionierenden Teilhabe-Infrastruktur und einer zügigen Bearbeitung durch die Leistungsträger.
Gemeinsam stark – Binnenschifferforum hilft e.V.

- DAS WORT ZUM SONNTAGvon Michael
14.06.2026 – von Christian Niemann
Moin liebe Kolleginnen und Kollegen,
die WM ist inzwischen in vollem Gange und tatsächlich gibt es schon die eine oder andere Überraschung.
Die vermeintlich kleinen ringen den großen Punkte ab.
Teamgeist siegt über Qualität und zeigt auf, dass Zusammenhalt das Unmögliche möglich machen kann.Ähnlich wie bei unserer EVdB und offensichtlich nimmt man uns ernster, als Curacao oder Haiti – zumindest beim BDS.
Auch ohne Videobeweis ist so manches Foulspiel oder Abseitstor dieser „Mannschaft“ erkennbar – egal wir bleiben trotzdem fair und werden uns in die Verlängerung kämpfen. Mal sehen, was so in der Nachspielzeit noch drin ist.
Aber ich habe so ein Gefühl, dass unser schärfster Gegner zu oft im Abseits steht – wenn man dort seine Taktik nicht ändert, droht das Vorrundenaus!
Apropos WM. In Brake sind wir nun im Elfmeterschießen.
N-Ports hat auf unsere Beschwerde reagiert und zum Gespräch geladen.
Auch die Fa. J. Müller habe ich davon begeistern können teilzunehmen.
Dort beschäftige man sich intern bereits mit dem Thema Leitern und wischt unsere Argumente offensichtlich nicht einfach so vom Tisch.Erfreut und gespannt warte ich auf den Anstoß bei diesen Auswärtsspiel.
Alles in allem ist die EVdB in der Halbzeit ganz gut unterwegs und das Kurzpass-Spiel wird immer besser.
Wir erarbeiten uns immer mehr Chancen – nur der Kader muss in der Breite noch etwas größer werden.
Ich sehe da noch großes Potential jenseits der Ersatzbank.Der eine oder andere Transfer sollte aber sicher noch zustande kommen.
Bis dahin köpft der Jürgen hinten die scharfen Flanken raus, ich lege mit Steilvorlagen auf und Micha haut se vorne rein!
Die Taktik geht besser auf, als die Brücke in Oldenburg!
In diesem Sinne wünsche ich allen einen schönen Fußballabend beim deutschen WM-Auftakt gegen den Fußballriesen Curacao und sage im HSV-Stil: „nur die EVdB!!!“
Euer Christian

Wiedergründung der Europäischen Vereinigung der Binnenschiffer.
„Jahrelang gab es keine aktive Stimme für die Menschen in der Binnenschifffahrt. Wir möchten mit der E.V.d.B. diese Lücke schließen“, erklärte der 1. Vorsitzende.

Die E.V.d.B. wird geleitet aus einem Team, bestehend aus dem Vorstand von Binnenschifferforum hilft e.V. , angeführt von Jürgen Collée und Michael Jeske, sowie Christian Niemann, die sich alle seit Jahrzehnten für die Belange der Binnenschiffer einsetzen. Wir laden ausdrücklich alle Binnenschifferinnen und Binnenschiffer sowie alle Interessierten ein, sich zu engagieren und die Arbeit des Vereins zu unterstützen.
Empfänger: Binnenschifferforum hilft e.V.
Stichwort: E.V.d.B.
IBAN: DE02 7906 9150 0006 0029 78
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