von Christian Niemann – 04.10.2026
Moin liebe Kolleginnen und Kollegen!
Das Niedrigwasser bleibt weiterhin großes Thema.
Jedoch bleibt zu befürchten, dass es mit Einsetzen von Regen und steigenden Pegeln auch wieder aus den Medien verschwindet.
Um so wichtiger ist es, dass wir den Mut haben, die Dinge beim Namen zu nennen.
Die ersten großen Player der Branche tun dies endlich und fordern offen, was schon längst hätte ausgesprochen werden müssen – nämlich den Bau von Staustufen im Rhein!
Die Tage habe ich einen Bericht im WDR gesehen, dort ging es um das aktuelle Fischsterben im Rhein. Auch eine Folge des Niedrigwassers.
Denn unsere Gewässer vertümpeln dadurch und der Sauerstoffgehalt schwindet.
So sehe ich immer mehr positive Argumente für den Bau von Staustufen.
Der niedrige Wasserstand zwingt nämlich schon längst nicht nur Wirtschaft und Schifffahrt in die Knie. Nun trifft es auch die Natur. Genau DAS habe ich auch bei meinem Dreh mit dem WDR prophezeit – nur wurde dann lieber vom Niedrigwasserschiff berichtet, weil Staustufen ja ein solch schlimmer Eingriff in die Natur bedeuten.
Den fallenden Grundwasserspiegeln und der trinkwasserknappheit könnte man jedoch genau damit ebenso Einhalt gebieten, wie man zu dem noch grünen Strom durch Wasserkraft erzeugen könnte.
Ein hohes Maß an Benefiz also, was jedes Gegenargument eigentlich erblassen lassen müsste.
Natürlich brauchen wir Umwelt- und Klimaschutz – jedoch muss man sich der Problematik endlich pragmatisch und präventiv annehmen, denn wir werden die Auswirkungen nicht vermeiden können.
Der Rest der Welt muss eben erstmal mitmachen – und bis dahin ist es keine Option, hier durch blinden Aktionismus die Wirtschaft zu ruinieren, um am anderen Ende der Welt noch dreckiger zu produzieren.
Es reicht nicht aus, auf andere mit dem Finger zu zeigen, während man selbst die richtigen Maßnahmen zur Prävention nicht ergreifen will!
Wir müssen weg von blindem Aktionismus!
Auch das Thema Bestandschutz bei alten Schiffen sollte grundsätzlich angepasst werden.
Es darf nur noch eine Rolle spielen, wieviel Volumen ein Schiff emittiert, nicht wie sauber ein einzelner Motor ist.
Dann wird selbst der älteste Kahn wieder grün!
WIR sind keine Dreckschleudern, WIR sind die Lösung!!!
Selbst wenn die Lobby der Grünen stark ist und wenn der Glaube alles richtig zu machen verfangen ist, so müssen wir wenigstens den Mut besitzen für pragmatische Lösungen unsere Stimme zu erheben.
Wir brauchen in Europa Prävention !
Wir brauchen Staustufen – denn bei Pegelständen wie zur Zeit, fährt selbst das schönste, neueste Niedrigwasserschiff nicht mehr, so wie auch Flora und Fauna ihren Tribut zollt!!!
Wir dürfen uns nichts vormachen: diese Niedrigwassersituation ist sonst nur eine Vorschau für die Zukunft!!!
Klare Kante jetzt – EVdB!!!
Allen eine gute Fahrt und einen schönen Sonntag!
Euer Christian