Brandbrief an die GDWS
Die Reaktion zeigt ein System, das bewusst versagt

Die Deutsche Verkehrszeitung berichtet über unseren Brandbrief und die Forderung nach einem Spitzengespräch mit der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt.
Doch wer genau hinschaut, erkennt:
Nicht der Brandbrief ist die eigentliche Nachricht.
Sondern das, was danach passiert.
Ein altbekanntes Muster: erkennen, relativieren, nichts ändern
Die Reaktionen folgen einem bekannten Ablauf:

Zuerst wird registriert, dann wird eingeordnet, dann wird relativiert – und am Ende passiert am Besten nichts. Aber nicht mit uns!
Die Deutsche Verkehrszeitung berichtet über unseren Brandbrief an die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt und die Forderung nach einem Spitzengespräch. Ein Vorgang, der Aufmerksamkeit erzeugt, aber vor allem eines offenlegt: die Reaktion eines Systems, das unter Druck gerät und dennoch nicht in Bewegung kommt.
Denn die eigentliche Geschichte beginnt dort, wo der Brandbrief endet.

Die Reaktionen der behördlichen Akteure folgen einem Muster, das in der Verwaltung nicht neu ist, in dieser Situation aber besonders schwer wiegt. Es wird eingeordnet, relativiert und laviert. Aber was fehlt, ist das, worauf es jetzt ankäme: Verständigung auf Augenhöhe, erkennbare Maßnahmen, spürbarer Wille, etwas zu verändern.
Auffällig ist dabei weniger, dass diese Probleme existieren, sondern dass sie bekannt sind und trotzdem nichts getan wird, sie zu lösen. Unsere ersten Briefe waren freundlich – formlos und zwecklos. Der Brandbrief war die zweite Eskalationsstufe und zeigt, dass es nicht bei einem einmaligen Hinweis bleiben wird. Die Lage wird sich nicht von selbst in Luft auflösen. Derzeit sehen wir noch ein System, das kommuniziert, aber nicht korrigiert, das erklärt, aber nicht entscheidet. Aber das wird sich ändern – auf die eine oder andere Weise. Uns geht es nicht nur um die Bewertung einzelner Maßnahmen oder um unterschiedliche Auslegungsarten von Vorschriften. Es geht um Verantwortung. Um die Frage, wie mit einer Situation umgegangen wird – ob man versucht auszugrenzen oder ob man auf Augenhöhe miteinander redet.
Denn uns geht es um die Menschen, nicht um Aufmerksamkeit oder Geltungsbedürfnis.

